Alles kaputt / Nichts geht mehr

Thomas Körner möchte neue Formen für Sprache finden, er benutzt Formeln oder Grafiken.

Zum Thema „Alles kaputt, nichts geht mehr“ findet er die folgende Darstellung:

Zu sehen unter : Fragment vom Buch Erster Kasten Karte (0170)

Grafisch benutzt er das semantische Dreieck unter Einsatz von Symbolen (wie den §), die ebenfalls vereinfachen :

Fragment vom Buch 1. K. (0232)

Das semantische Dreieck dient als Symbol für die Erzählstimmen, und die §-Zeichen stehen für Fragmente vom Volk und vom Staat. Mit diesem Schaubild stellt Körner auf einfache Weise vielfach komplexe Beziehungen zwischen den Erzählstimmen brk und klr und den Inhalten der Fragmente Volk und Staat her.

Noch eins zum Thema Arbeit

Arbeit ist bei Marx ein Thema, Arbeit war in der DDR ein Thema:

Bei Körner spricht mal wieder die Stimme des barbarocken Kabarettisten, oder doch der kommentarlose Realist?

Im Fragment vom Wort im lyrischen Dialog schreibt Körner im Tryptichon.

Die Eins ist die beste Zensur – welche Zensur ist hier gemeint? Er wurde anderen Sinnes, aber mit seiner Arbeit waren wir zufrieden.?

Das Frühstück scheint sehr wichtig. Der Plan wurde erfüllt. Zum Schluss gibt es endlich die Wanderfahne, eine Belobigung der gesamten Brigade des Betriebs für herausragende Leistungen. Toll gemacht!?

Die Ehrung findet im Walter-Ulbricht-Stadion statt. Wer das ganze weiter verfolgen mag, klickt hier: Auszugslied

Lesesystematik am Beispiel Richard III von Shakespeare

Lesen mit System

Lesen bedeutet bei Thomas Körner Zergliedern und Wieder-im-richtigen-Verhältnis-Zusammensetzen. Das kann auch eine Systematik sein, wie unten gezeigt wird.

Der Leser soll intensiv und bedächtig den Lesestoff „in psychischer und physischer Tätigkeit“ rezipieren. Physisch lesen bedeutet,  jeden Satz, jedes Wort einzeln intensiv wahrzunehmen, ohne Beachtung der Grammatik, Interpunktion, Gliederung, d.h. jeden Satz in Worte, Metaphern in seine einzelnen Bestandteile zu zerlegen. Psychisch lesen bedeutet, die gewonnenen Einzelteile für sich mit Sinn neu aufzuladen und im richtigen Verhältnis (für den durch den Leser erstellten Text)  wieder zusammenzusetzen. Diese intensive Lese-Tätigkeit versteht Körner unter dem Begriff »Ensemblieren«.

Dabei sollte der Leser auch gleich noch einer eigenen Systematik folgen, z.B. das Material (z.B. nach einem System) ordnen, es theatralisch oder experimentell inszenieren. Sein eigenes System des Lesens beschreibt Körner sehr ausführlich an seinen Notizen zu Shakespeares Richard III im Fragment vom Buch Vierter Kasten.

Wenn Sie dies nachvollziehen wollen, geht es hier lang:

Beispiel für die Systematik in Körners Lese-Notizen zu Shakespeares Richard III