Die „Norm“ der sozialistischen Persönlichkeit

Hauptthema des Fragments vom Mensch ist der Mensch, gemeint ist hier der Neue Mensch als sozialistische Persönlichkeit. Dies war ein von der SED propagiertes Menschenideal, das mit den „Zehn Geboten der sozialistischen Moral“ 1958 auf dem 5. Parteitag der SED von Walter Ulbricht als Programm und „Richtschnur für korrektes sozialistisches Verhalten und Handeln“ ausgegeben wurde. Nachfolgend wurde die Formung von sozialistischen Persönlichkeiten als Bildungsziel im Schulgesetz von 1965 und dann im Jugendgesetz von 1974 festgeschrieben.

»Die „Norm“ der sozialistischen Persönlichkeit« ist auf der Website des Bildungsservers Berlin-Brandenburg abrufbar und enthält die folgenden 10 Gebote:

Das Fragment vom Mensch war Thomas Körner während seiner Flucht abhanden gekommen. Da die Wahrscheinlichkeit hoch war, dass die Staatssicherheit sein Manuskript einbehalten hatte, stellt der Schriftsteller diesen Textteil Jahre später aus der Erinnerung nochmals her und stellt sich vor, dass die Schriftstücke in die Schnitzelmaschine gekommen ist.

Hier geht es zum Papierschnitzel, in dem Körner die Geschichte als Homunkulusgeschichte, die Geschichte vom Neuen Menschen aus der Retorte erzählt.

Es gibt aber durchaus noch andere Geschichten von Neuen Menschen. Körners Appell: Suchen Sie sich eine passende Geschichte aus!

Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit in der DDR

Das Fragment vom Mensch

Hauptthema des Fragments ist der Mensch, gemeint ist hier der Neue Mensch als sozialistische Persönlichkeit. Dies war ein von der SED propagiertes Menschenideal, das mit den „Zehn Geboten der sozialistischen Moral“1958 von Walter Ulbricht als Programm ausgegeben wurde.

Ziel war es, die Erziehung zum Neuen Menschen von frühester Kindheit über Kindergarten, Volksschule, Teilnahme an Organisationen wie Pionieren, FDJ zu leiten; nur wer dem Ideal folgte, konnte von der Polytechnischen Oberschule (POS) auf die Erweiterte Oberschule EOS wechseln und letztlich das Abitur ablegen und danach studieren. Kindern aus oppositionellen oder christlichen Elternhäusern blieb der Zugang zu höherer Bildung oft versagt, sodass der Widerspruch zwischen dem sozialistischen Bildungssystem und dem propagierten Gleichheitsgrundsatz offenbar wurde.

Doch blieb der Anteil der echt „sozialistisch geprägten“ Persönlichkeiten geringer als von der SED erhofft. Vielmehr versuchten viele DDR-Bürger, der Lenkung und Kontrolle ihres gesamten Lebens zu entgehen.

Fragment vom Mensch