Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit in der DDR

Das Fragment vom Mensch

Hauptthema des Fragments ist der Mensch, gemeint ist hier der Neue Mensch als sozialistische Persönlichkeit. Dies war ein von der SED propagiertes Menschenideal, das mit den „Zehn Geboten der sozialistischen Moral“1958 von Walter Ulbricht als Programm ausgegeben wurde.

Ziel war es, die Erziehung zum Neuen Menschen von frühester Kindheit über Kindergarten, Volksschule, Teilnahme an Organisationen wie Pionieren, FDJ zu leiten; nur wer dem Ideal folgte, konnte von der Polytechnischen Oberschule (POS) auf die Erweiterte Oberschule EOS wechseln und letztlich das Abitur ablegen und danach studieren. Kindern aus oppositionellen oder christlichen Elternhäusern blieb der Zugang zu höherer Bildung oft versagt, sodass der Widerspruch zwischen dem sozialistischen Bildungssystem und dem propagierten Gleichheitsgrundsatz offenbar wurde.

Doch blieb der Anteil der echt „sozialistisch geprägten“ Persönlichkeiten geringer als von der SED erhofft. Vielmehr versuchten viele DDR-Bürger, der Lenkung und Kontrolle ihres gesamten Lebens zu entgehen.

Fragment vom Mensch

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