Robustes Mandat für den Leser

Dieser vierseitig-gestaltete Prolog dient als eine Art Vorwort für den Gesamtroman.

Der Autor gibt wichtige Hinweise, wie der Leser seinen Roman verstehen könnte.

Er erläutert u.a. darin seinen Begriff von „Satyre“. Er schreibt, dass Ironie die geistige Angelegenheit, die „Satyre“ deren materielle und weltliche Entsprechung sei. Die „Satyre“ werde zur Realie der Ironie, was im Begriff des „real existierenden Sozialismus“ umgesetzt wurde.

Zu Robustes Mandat für den Leser Seite 2: Utopie Satyre Paradies

Auf der Seite 3 des Mandats zeigt Körner zwei Beispiele für Schaltbilder.

Diese bringen durchaus interessante Zusammenhänge hervor, z.B. das deutsche Satyrspiel:

Das deutsche Satyrspiel – frei nach Thomas Körner

 

Und auf der vierten Seite beschreibt er in Kurzform die neun Fragmente und wie sie zusammen die paradiesische Gartenanlage ergeben.

Robustes Mandat Seite 4: Die paradiesische Gartenanlage

Spieletheorie

Im Fragment vom Staat hat Thomas Körner Grundlagen der sozialistischen Spieletheorie verwendet.

Was sind überhaupt Spiele und welche werden in der Politik und insbesondere in diktatorischen Staaten gespielt?

Körner versteht die Parteiversammlung als eine nach den Regeln der sozialistischen Spieletheorie ablaufende Veranstaltung.

Zusammenhang Kybernetik und Macht

Im Lesespiel von der Mitgliederversammlung wird vordergründig das Nationale Ökonomische System der Planung und Lenkung verhandelt, im Hintergrund werden die Zimmer im Haus der Macht verteilt, oder umgekehrt?

Fidel Castro in der DDR 1972 / Lesespiel vom Staatsbesuch

Im Fragment vom Staat geht Körner der Sprache nach, wie sie im Privaten, in der Partei, in den Medien wie Presse, Hörfunk und Fernsehen und zu Zwecken der Agitation und Propaganda benutzt wurde. Diese Überlegungen hat er in seine Lesespiele eingearbeitet, die man unter der Kategorie: Lesespiele abrufen kann.

Als Quelle für das Lesespiel zum Staatsbesuch von Fidel Castro hat er  Ausschnitte aus der Zeitung Neues Deutschland vom Juni 1972 verwendet.

Quelle: Digitalisat der Staatsbibliothek Berlin

Staatsbesuch Fidel Castro am 21.06.1972 in der DDR-Auszug aus der Zeitung Neues Deutschland kurz.jpg

 

Die Gestalten aus Klingsohrs Märchen

Im Fragment von der Weltanschauung verfremdet Körner die Gestalten aus Heinrich von Ofterdingen von Novalis alias Friedrich Freiherr von Hardenberg.

Die ursprünglich archetypischen Figuren wurden bereits von Novalis für sein Märchen umbesetzt. Körner stellt weitere Analogien her, die die Situation der DDR nach Mauerbau verbildlichen sollen.

Die Verfremdung der Gestalten aus Klingsohrs Märchen im Fragment von der Weltanschauung.jpg

Hier lesen wir den Theaterzettel zum dramatisierten Essay:

Theaterzettel zum dramatisierten Essay – Fragment von der Weltanschauung

Thomas Körner zeigt, wie man das ideologische Trauma durch die sechzehn Gestalten als Textspiel gestalten kann.

Spielen Sie mal!