Fundstücke im Archiv-1-Neue Zeit

Das Manuskript zu Thomas Körners Fragmentroman „Das Land aller Übel“ liegt im „Archiv für unterdrückte Literatur der DDR“ der Bundesstiftung für Aufarbeitung der SED-Diktatur in Berlin.

Ein Besuch des Archivs lohnt sich. Immer wieder findet man neue Hinweise auf Zusammenhänge, die das Verständnis von Körners Wort- und Sprachspielen erleichtern.

Im Fragment vom Wort, das zwischen 1969 und 1971 in Ost-Berlin entstanden ist, hat Körner nach eigenen Angaben das Sprach- und Wort-Material benutzt, das er auf der Straße vorfand bzw. sah oder das er den Tageszeitungen entnehmen konnte.

Als Beispiel sei hier die Silhouette der Zeitung „Neue Zeit“ genannt, die er erst als Skizze aufbereitete:

Diese Skizze ist im Archiv hinterlegt.

Als nächstes hat er das Modell dazu „gebaut“: Auch dieses ist im Archiv zu besichtigen.

Und im Online-Roman sieht das Wortspiel dann so aus: hier geht es zum Fragment vom Wort / 1:

Ausflug – d r ü b e n oder erinnerungen an ein tollhaus, Teile I bis III

Der Titel lässt assoziieren, dass es hier wohl um ein untergegangenes, uns allen bekanntes „Land aller Übel“ geht.

Es gab sogar eine eigene Zeitrechnung in der Vakuole: vor und ndm – nach den Maßnahmen.

Viel Spaß bei der Lektüre, zu der es hier geht.

drüben ist der aktuellste Text von Thomas Körner, veröffentlicht  in 2017.

Er beschreibt hier kommentarlos realistisch oder doch eher barbarock kabarettistisch u.a., wie Propaganda funktioniert(e):

Der oben gezeigte Auszug entstammt der Seite 4 des Teils I der Erinnerungen aus dem Tollhaus. Hier gelangt man zu Teil II der Erinnerungen an ein Tollhaus von Thomas Körner,  2017 und zu Teil III.

Wobei man viele seiner „Erinnerungen“ auf die Gegenwart beziehen kann.
Es gibt noch viele vakuolische Verhältnisse, in Staaten, in Köpfen …